Rheinlandliga Frauen: FV Rübenach – SG Fidei 2015 4:3 (2:2)

Cormann brillierte im Topspiel

Das Duell Erster (SG Fidei) gegen den Tabellenzweiten (FV Rübenach), das nicht nur auf dem Zettel eine hochinteressante Begegnung darstellte, hatte alles in der Partie, was das Fußballerherz begehrt. Ein Spiel voller Stimmung, Emotionen, schönen Toren und Comebacks. Vor ca. 250 Zuschauern und zahlreich angereisten Fans aus dem Landkreis Trier-Saarburg, war der Gäste-Tross für die Meisterfeier in Rübenach gewappnet. Die Ausgangslage war klar, ein Sieg oder Unentschieden und die Mädels aus Fidei feiern den Meistertitel in Rübenach. Für die Koch-Elf zählte daheim nur ein Dreier, damit man den Titelkampf bis zum letzten Spieltag spannend macht.  

Die Partie fing direkt mit hohem Tempo an, Rübenach hier klar überlegen, Sandra Zeug hatte hier den ersten „Riesen“ auf dem Fuß, umkurvte die Torfrau und verzog am leeren Tor. Kurze Zeit später scheiterte Cormann per Hammer aus 25 Metern an der Stark parierenden Gästetorfrau, nicht das letzte Duell der Beiden am Spieltag. Nach einem Chip-Ball köpfte die eigene Verteidigerin aus Fidei den Ball an den Pfosten, hier musste es schon längst 2:0 für Rübenach stehen. Wie es so oft im Fußball kommt, so kam es nach der Weisheit: „Machst du die Dinger vorne nicht, kriegst du sie hinten rein!“  Maria Schmitz schob mit der ersten Chance der Gäste zum 0:1 ein und brachte die zahlreichen Gästefans in Meisterfeierlaune und stellte den Spielverlauf komplett auf den Kopf. Unmittelbar im Anschluss versuchte Swantje Hübsche den Ball vor der Stürmerin zu klären, der Versuch landete unhaltbar im Winkel des eigenen Tores zum 0:2, ein Zwischenstand, der dem Auftritt der Heim-Elf nicht gerecht wurde. Die Mentalität der Rübenacherinnen, eine Begegnung zu drehen, zeigte sich nun, nach einem Heber von Laura Attig. Claudia Cormann verarbeitete den Ball stark und chipte zum 1:2 Anschlusstreffer ins Gehäuse. Das Publikum peitschte die Heimelf wieder nach vorne, die Körpersprache und der Wille machte sich bezahlt, keine 4 Minuten später ein Treffer der Marke „Tor des Monats“. 25-Meter aus halblinker Position zirkelte Claudia Cormann den Ball an den langen Pfosten direkt ins Tor zum 2:2. Hier lagen sich nun alle in den Armen und die Partie hatte Herz, Emotionen und heftige Zweikämpfe.

In Hälfte Zwei legte Rübenach wieder wie die Feuerwehr los, Swantje Hübsche setzte einen Freistoß in die Mauer, den Abpraller schickte Jana Dasenbrock mit all ihrer Ruhe ins rechte Eck zum 3:2, die Partie war gedreht und alle Dämme brachen hier vor Glück, lange Gesichter auf Seiten der Anhänger der SG Fidei.

Rübenach weiter mit mehr Feldüberlegenheit, jedoch blieb die SG immer wieder durch ihre individuelle Klasse gefährlich, Julia Schürmann erwischte hier einen „Sahnetag“ und behielt die Ruhe, entschärfte einige Flanken und Abschlüsse auf ihr Gehäuse. Dann behielt sie im Eins gegen Eins gegen Gästetoptorjägerin Angelina Kön die Oberhand und parierte bärenstark und hielt die Führung fest.

Dann die 63. Minute, es gab einen Freistoß aus ca. 30-Meter und Claudia Cormann stand bereit, ihr Pfund landete unhaltbar im Winkel zum 4:2, was ein Tor, was ein Spiel. Doch nicht genug der Highlights, Fidei warf nun alles nach vorne, hatte 3-4 gute Möglichkeiten, doch die Verteidigung und Torfrau Julia Schürmann ließen keine 100%ige Möglichkeit zu. Marie Mohrs, Sandra Zeug und Nina Agic hatten dazu noch drei gute Konterchancen, die stark abgewehrt oder zu leichtfertig vergeben wurden, der Sack hätte längst zugeschnürt werden müssen. In der 77. Minute fälschte Claudia Cormann einen Ball unhaltbar ab, Spielstand nun 4:3, die SG warf noch einmal alles rein, um ihren Titel und Aufstieg feiern zu können, hier nun eine der Schlüsselszenen in diesem Spiel: Nachdem der Ball vor dem Tor der „Rheingold Elf“ quer gelegt wurde, musste die Gästestürmerin nur noch ins leere Tor schieben, doch Maike Kretzer grätschte den Ball mit all ihrer Leidenschaft beeindruckend von der Linie, eine Wahnsinns-Aktion, welche alle Zuschauer zum Jubel bewegte. Die letzten Minuten dann etwas hitzig, Fidei versuchte alles und Rübenach konterte im eigenen Stadion, ein Konter von Marie Mohrs wurde unfair unterbunden, nach der Notbremse gab es zurecht die rote Karte für Gina Willwerding, Mohrs wäre hier frei durch gewesen. Danach war Schluss, alle lagen sich hier in den Armen, der FV Rübenach siegte am Ende verdient im Topspiel und die Koch-Elf macht es nun bis zum letzten Spieltag spannend. Der "Heim-Fanblock“ forderte die Mannschaft zum „Humba“ auf, es gab emotionale Jubelszenen. Das war Werbung für den Frauenfußball und den Geamtverein! Die Rheinlandliga-Frauen krönen ihre beste Saison der Vereinsgeschichte mit einer neuen Bestmarke von 57 Punkten. Die SG Fidei kann nächste Woche im Heimspiel gegen Reil alles klarmachen, die Rheingold-Elf muss in Straßenhaus gegen den SV Ellingen siegen und auf einen Ausrutscher der SG hoffen.

Trainer Nico Koch: „Wahnsinn was die Elf hier ablieferte, nach dem 0:2 bist du eigentlich tot. Vor dieser Kulisse, mit diesem Druck gewinnen zu müssen, dies verlangte den Spielerinnen eine extreme mentale und Körperliche Leistung ab. Wir waren heute die bessere Elf, am Ende der Saison noch in der 90. Minute solche Sprints bringen zu können, mir fehlen die Worte, ich bin überglücklich und stolz!“

 

Rübenach: Schürmann – Skrobek – Kretzer – Hübsche – Bartscht – Potthast – Cormann – Agic (72. L.Nick) – Dasenbrock (68. Mohrs

Termine und Infos

 

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 SG Gönnersdorf – FV Rübenach 3:1 (1:1)

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Spielberichte Frauen Rheinlandliga

 

Termine des FV „Rheingold“ im Jubiläumsjahr 2019

 

 

21.06.-  23.06.2019 Sportwochenende 100 Jahr-Feier Kunstrasenplatz

 

23.06.19 Festkommers Aula Grundschule

 

Juli 2019 Boule-Meisterschaft (Ortsvereine) Tennisheim

 

07.08.- 09.08.2019 Ferienfreizeit Kunstrasenplatz

 

10.08.2019 Dorffest in Rübenach Kunstrasenplatz

 

22.12.2019 Jugendnikolausfeier Schützenhalle

 

 

Infos zur Vermietung Tennisheim

Abteilungen

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